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Donnerstag, 27. Dezember 2012

Wiener Weihnachtszauber

Mariahilfer Straße
Wiener Staatsoper

Kärntner Straße

Ringstraßen-Galerien

Café Frauenhuber, Himmelpfortgasse
Weihburggasse
Palais Coburg
Festbeleuchtung am Graben


Habsburgergasse
Spiegelgasse
Kohlmarkt im Lichtermeer


Stephansdom mit Christbaum

Punschstand am Michaelerplatz
Michaelertrakt der Hofburg
Café Griensteidl, Michaelerplatz
Café Central, Herrengasse
Wiener Rathaus mit Christkindlmarkt
Christkindlmarkt am Rathausplatz – Blick Richtung Burgtheater
Christbaum vor dem Wiener Rathaus

Bald werden die Punschstände abgebaut sein und der Rathausplatz wird sich wieder in ein Eislauf­paradies verwandeln. Der "Wiener Eistraum" findet 2013 von 24. Jänner bis 10. März statt. Mehr Informationen über diese Veranstaltung und einige schöne Bilder gibt es in meinem Beitrag über den letztjährigen Eistraum, der hier abrufbar ist. Zur offiziellen Veranstaltungs­homepage geht es hier.

Freitag, 24. Juni 2011

Yellow Fog - Am Hof im gelben Nebel

Der maleri­sche Platz Am Hof im 1. Wiener Gemein­de­be­zirk ist vor allem be­kannt durch die beein­drucken­de Kirche am Hof, welche das selte­ne Patro­zinium "Zu den neun Chören der Engel" trägt.

Platz Am Hof mit Kirche am Hof und Mariensäule

Wenn die Abend­dämme­rung herein­bricht, wird die Auf­merk­sam­keit des Betrach­ters jedoch jäh von der pracht­vol­len Kir­chen­fassa­de auf ein ver­gleichs­weise unschein­ba­res Gebäu­de, die Zen­tra­le des Ener­gie­kon­zerns Verbund, gelenkt. Grund dafür ist die Licht­installa­tion "Yellow Fog" des däni­schen Künstler­stars Olafur Elias­son, die seit Okto­ber 2008 die Fassa­de des Fir­men­gebäu­des ziert.

Firmensitz des Verbunds Am Hof 6a

Mit seinem Werk "Yel­low Fog", das täg­lich eine Stunde ab Ein­setzen der Dämme­rung zu erle­ben ist, thema­ti­siert Elias­son den Über­gang vom Tag zur Nacht. Dieses Natur­phä­no­men wird gera­de in der Stadt oft nicht bewusst wahr­ge­nom­men, denn per­ma­nen­te elek­tri­sche Beleuch­tung macht hier auch die Nacht tag­hell.

"Gelb ist eine schöne und gleichzeitig gefährliche Farbe."
Olafur Eliasson

Technisch mög­lich wird die Illu­mi­na­ti­on durch 32 Leucht­stoff­röh­ren. Diese befin­den sich unter einem Gitter, das ent­lang der 48 Meter langen Fassa­de der Ver­bund-Zen­tra­le in den Geh­steig ein­ge­las­sen ist.

Die Leucht­stoff­röhren tauchen den Kunst­nebel, der alle drei Minu­ten für jeweils 40 Sekun­den an der Fassa­de hoch­steigt, in strah­lend gel­bes Licht. Das Gebäu­de bekommt auf diese Weise einen eben­so flüch­ti­gen wie geheimnisvollen Nebel­schleier, der schließ­lich über den Platz ent­weicht.


"Yellow Fog" ist ein be­mer­­kens­­wer­­tes Bei­­spiel für Kunst im öffent­­li­chen Raum. Das außer­­ge­­wöhn­­li­­che Licht­kunst­werk, das die Gren­ze zwi­schen Gebäu­de und Platz ver­schwim­men lässt, erschließt sich jedoch nicht sofort. Das Pub­li­kum ist – wie immer bei Elias­son – gefor­dert, sich mit allen Sin­nen auf das Werk ein­zu­las­sen und seine Wahr­neh­mung zu schär­fen.

Wer daher das sub­til abge­stimm­te Zusam­men­spiel von Licht, Farbe und Nebel nicht auf sich wirken lässt, wer blind ist für die zarte Schönheit des ephemeren Nebelschleiers, wer achtlos an der Fassade, die sich im gelben Lichtgewand zeigt, vorbeiläuft, wird von "Yellow Fog" gründlich enttäuscht sein und nicht mehr sehen als Nebelschwaden und gelbe Leucht­stoff­röhren.


Gera­de bei rein gestal­te­ri­sch ein­ge­setz­ter Beleuch­tung wird der teil­wei­se enor­me Ener­gie­ver­brauch oft – zu Recht – kri­ti­siert. Daher ist posi­tiv her­vor­zu­he­ben, dass die von Elias­son geschaf­fe­ne Licht­in­s­tal­la­ti­on das Gebäu­de gezielt für eine Stun­de in Szene setzt und nicht die ganze Nacht­zeit hin­durch in vol­ler Inten­si­tät beleuch­tet. Dies ins­be­son­de­re aufgrund der Tat­sache, dass es sich beim Fir­men­sitz des Ver­bunds um kein stadt­bild­prä­gen­des Gebäu­de han­delt.

Spiegelung der Kirche am Hof im linken Fenster

Pünktlich eine Stunde nach Einsetzen der Dämmerung beginnen sich die letzten gelben Nebelschwaden zu verziehen, und der Kirche am Hof, mittlerweile in den dunklen Mantel der Nacht gehüllt, ist wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit sicher.



Hier noch ein­mal die Eck­da­ten dieses beson­de­ren abend­li­chen Spa­zier­gangs im Über­blick:

Was? Lichtinstallation "Yellow Fog" von Ola­fur Elias­son
Wo? Fassade der Verbund-Zentrale, Am Hof 6a, 1010 Wien
Wann? Täglich eine Stunde ab Ein­bruch der Abend­dämme­rung


Mehr über Olafur Eliasson:

Ausgewählte Medienberichte:

Samstag, 3. Juli 2010

Donaukanal @ night

Treue Leserinnen und Leser der ersten Blog­stunde wissen, wie sie unfertig ausgesehen hat: die Schiffs­station "Wien City" am Donau­kanal. Dieser Tage wurde das auf Stelzen erbaute Drei-Etagen-Bauwerk nun finali­siert. Das neue High­light an der "kleinen Donau" ist nicht nur Anlege­stelle der Twin City Liner und DDSG-Ausflugs­schiffe, sondern bietet mit dem "Motto am Fluss" auch kulina­rische Genüsse auf 700 m².


Betreiber des künf­tigen Hotspots ist der steiri­sche Gastro­nom Bernd Schlacher, der auch für die Wiener Szene­lokale "Motto", "Halle", "Kunst­halle am Karls­platz" und das „Motto Catering" verant­wort­lich zeichnet.


Die offizielle Eröff­nung des Schiffs­termi­nals findet Mitte Juli statt, doch bereits am Abend des 1. Juli stieg das rauschende Sommer­fest eines TV-Vermark­ters, im Zuge dessen die impo­sante Anlege­stelle in blaues Licht getaucht wurde.


Die brandneue Schiff­sstation und der Donau­kanal von der Schweden­brücke aus gesehen:


Blick von der Schweden­brücke in Rich­tung Urania: Vor Anker liegen die zwei Twin City Liner, die von Friedens­reich Hundert­wasser gestal­tete MS Vindo­bona (ganz rechts im Bild) und das eben­falls blau beleuch­tete Bade­schiff Wien.


An heißen Sommer­tagen finden die Gäste des Bade­schiffs Abküh­lung im 30 Meter langen Pool. Für deren leib­liches Wohl sorgt Spitzen­koch Christian Petz im Restau­rant "Holy-Moly".

Bild: Eingang zum Bade­schiff und Sonnen­deck bzw. (zu dieser Zeit wohl eher) "Mond­deck" …


Die Wiener Urania bei Nacht:




Blick von der Oberen Donau­straße über den Donau­kanal: Das hell erleuch­tete Hoch­haus links im Bild ist der Media Tower der News-Verlags­gruppe (Archi­tekt: Hans Hollein). Der 70 Meter hohe Büro­turm ist am Beginn der Tabor­straße gegen­über der Innen­stadt situiert und markiert damit den Ein­gang zum 2. Bezirk.


Der Media Tower sticht vor allem durch seine kühne Schräg­lage hervor und findet sich archi­tek­to­nisch in bester Gesell­schaft: Die Hoch­haus-Silhouette am Leo­pold­städter Ufer des Donau­kanals prägen zudem das IBM-Haus und der UNIQA Tower. Eine weitere inte­ressante "Land­mark" stellt ab Novem­ber 2010 ein 75 Meter hohes Luxus­hotel dar, das zur­zeit vis-á-vis des Media Towers errich­tet wird (Archi­tekt: Jean Nouvel).

Zu Ende dieses Posts bleibt mir nur noch – mit den Worten von Rain­hard Fend­rich – zu fragen: "Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?"


Mittwoch, 30. Juni 2010

Donauinselfest 2010

Ungetrübtes Sommerwetter und rund 2.000 Künstler machten das 27. Donau­insel­fest zu einem vollen Erfolg. Zum drei­tägigen Party­marathon kamen dieses Jahr insgesamt rund drei Millionen Besucher – ein neuer Rekord. Das laut Veran­staltern größte Open-Air-Festival Europas, das dieses Jahr vom 25. bis 27. Juni statt­fand, veran­lasste mich zu einem etwas ungewöhn­lichen Spazier­gang auf der Donau­insel.

Die Eckdaten des Spazier­gangs:
  • Zeit: Sonntag Abend, 27. Juni 2010
  • Ausgangspunkt: U1-Station "Donau­insel"
  • Ziel: Ö3-Bühne
  • Dauer: rund 1 Stunde


Bereits beim Ausgang der U-Bahn-Station "Donau­insel" erwar­tete mich eine bezau­bernde Aussicht auf die Neue Donau:


Die Donauinsel ist eine künst­liche Insel, die im Zuge der Hoch­wasser­regulierung der Donau zwischen 1972 und 1988 errichtet wurde. Das Eiland zwischen Donau und Neuer Donau ist rund 21 km lang und bis zu 250 m breit.

Bild unten: Blick auf die Donau – am anderen Ufer befindet sich die Kirche zum heiligen Franz von Assisi:


Die Franz-von-Assisi-Kirche (auch Mexiko­kirche oder Kaiser­jubiläums­kirche) entstand in den Jahren 1898 bis 1910 anläss­lich des fünfzig­jährigen Regierungs­jubiläums von Kaiser Franz Joseph I. Die römisch-katholische Pfarr­kirche ist das zweit­größte Gottes­haus in Wien und wird seit 1917 vom Trini­tarier-Orden betreut. — Mehr dazu im Beitrag Mexikokirche, Mexikopark, Mexikoplatz.


Auf dem Weg zum Donau­insel­fest… In der sogenannten "Sunken City" ange­langt – das Wahr­zeichen der Sunken City, der Leucht­turm, ragt weit­hin sicht­bar empor:


Die Ponte Cagrana, eine im Jahr 2000 eröffnete Ponton­brücke über die Neue Donau, verbindet die beliebten saisonalen Vergnügungs­meilen Sunken City und "Copa Cagrana". Die Copa Cagrana erhielt ihren Namen, wie nicht schwer zu erraten ist, nach dem angren­zenden Stadt­teil Kagran in Anleh­nung an die Copa­ca­bana, den traum­haften Strand von Rio de Janeiro.

Blick von der Sunken City auf die Copa Cagrana und die Skyline der Donau City dahinter. Gut zu sehen, die gelben Elemente der Fuß­gänger- und Rad­fahrer­brücke Ponte Cagrana:


Blick auf Lokale der Sunken City; im Hinter­grund das markante "Hoch­haus Neue Donau" (Architekt: Harry Seidler):


Mehr wunder­schöne Bilder von der Water­front:


Der Donauturm und roman­tische Abend­stimmung an der Neuen Donau…



Es wird immer dunkler und ich habe mein Ziel bald erreicht. Auf dem Weg, vorbei an Verkaufs­ständen und Bars, beschallt von unter­schied­lichster, aber immer lauter Musik, begegne ich Massen an Menschen. Obwohl der Sonntag tenden­ziell der am schwächsten besuchte Tag des drei­tägigen Insel­spektakels ist, sind heuer sehr viele Leute auf der Insel unterwegs. Kein Wunder bei diesem schönen, lauen Abend…


Auf den verschiedenen Bühnen wird für jeden Musik­geschmack etwas geboten:


Ein Blick über die Donau zum Wiener Millenium Tower, dem mit einer Gesamt­höhe von 202 Metern höchsten Hoch­haus Öster­reichs (Archi­tekten: Gustav Peichl, Boris Podrecca, Rudolf F. Weber):


Ein Vergnügungs­park darf natürlich auf dem Donau­insel­fest auch nicht fehlen:


Ziel erreicht: die Ö3-Bühne. Zehn­tausende Fans sehen eine tolle Per­for­mance des dänischen Shooting-Stars Aura Dione:


Bis nächtes Jahr am Donau­insel­fest 2011!